Mein eines wildes verrücktes Leben

Ich bin jetzt schon seit genau 10 Wochen hier und habe schon einige schöne Erlebnisse und kleine Down-phasen durchlebt.

Meine Ankunft war sehr schön! Ich weiß noch ganz genau, wie aufgeregt ich war meine Gastfamilie zu treffen, aber letzendlich war es total easy. Meine Gasteltern und meine zwei älteren Gastschwestern haben mich mit einem strahlenden Grinsen am Flughafen empfangen. Die ersten Fragen habe ich schon mal nicht verstanden…aber meine Gastschwester hat das ganz locker genommen und erst mal mit mir auf Englisch gesprochen. (Erst jetzt weiß ich, was für ein Glück ich hatte, da die Spanier dir normalerweise anbieten auf Englisch zu reden.) Somit konnte ich mich etwas entspannen.

So gut wie meine Ankunft ging es leider erstmals nicht weiter…Durch einen Todesfall in meiner Gastfamilie habe ich den ersten Morgen erstmal alleine verbracht und mit voller Kraft bemerckt, dass 10 Monate lang werden können. Meine Gastfamilie hat sich trotz allem bemüht, dass es mir soweit gut geht und ich nicht auch noch den Nachmittag alleine bin. Die nächste Nacht habe ich dann im Haus einer Freundin meiner Gastfamilie verbracht und versucht langsam die spanische Sprache anzunehmen.

Ich bin mit einem relativ niedrigen Spanieschlevel nach Spanien gegangen und wünsch mir durchaus manchmal davor mehr Spanisch gelernt zu haben. Die ersten 2 Monate waren sehr anstrengend…Alles hier ist neu und du willst jemanden erzählen was du siehst und erlebst, hast aber nicht die Worte dich auszudrücken…Am Anfang habe ich ewig gebraucht meiner Gastmom zu erzählen, wie mein Schultag war. Aber es wird leichter! Du musst nur immer weiter reden und das Gespräch suchen!

Hier in Spanien habe ich bemerkt was ich alles schaffen kann!

Die Spaniern sind sehr ausdrucksstark, das hilft in vielen Fällen der Kommunikation. Auch ihre Gefühle zeigen sie viel offener und deutlicher.

Mein eines wildes verrücktes Leben.

Dieser Satz geht mir in letzter Zeit öffter durch den Kopf. Mir ist klar, dass dieses Jahr die richtige Wahl war! Ich weiß es, wenn ich die Spanier ihre Lieder singen höre. Ich weiß es wenn ich morgens zu Schule laufe und die Sonne über den Palmen aufgeht. Ich weiß es wenn ich mit meinem Kummpel auf einer Bank in der Sonne sitze und Pipa´s esse. Denn dieses Jahr ist anders als die anderen. Nicht dadurch, dass jeden Tag irgendetwas spektakuläres passiert, es ist eher ein Abenteuer in dem man lernt das Leben zu genießen! Man lernt neue Leute kennen und lebt eine neue Kultur. Du kannst dir für dich das Beste raus picken und das Mitnehmen was dich berührt und begeistert.

USA oder Spanien?

Ich habe mit anderen Austauschschüler gesprochen, die sich so wie ich am Anfang zwischen den USA und Spanien entscheiden mussten und sich für Spanien entschieden haben. Es gibt immer Momente in denen man vielleicht denkt die USA ist cooler als Spanien mit dem Homecoming ball, den großen Baseballspielen und den coolen Freizeit angeboten…

Spanien hat seine ganz eigenen Werte, die man öft mal übersehen kann, da das Land einfach kleiner ist.

  • In Spanien sind sich die Menschen sehr nah und wenn man erstmal in der Gruppe drinnen ist kann man sich sicher sein, auch noch nach diesem Jahr mit diesen Freunden in Kontakt zu bleiben.
  • Währen die Spanier am Nachmittag sich etwas ausruhen, steigt am Abend die große Party.
  • Die kleinen Straßenkaffes haben ihren ganz eigenen Flaire, das muss man mal erlebt haben.
  • In Spanien gibt es Pipa!

Trotzdem bin ich manchmal neidisch auf meine Schwester, wenn ich dann ihre Storys höre. Aber hey….wer kann schon sagen er war ein Jahr in Spanien?? In meiner Organisation waren wir ca.10 Austauschschüler, die nach Spanien gehen und ca.150 für die USA.

 

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